Kontakt

Zahnstein ist nicht nur unästhetisch

April 2019 – Zahnstein ist nicht nur unästhetisch

Bakterielle, weiche Zahnbeläge (sogenannter Biofilm) sind die Hauptursache für Karies und Parodontitis. Aber auch Zahnstein spielt bei der Entstehung von Erkrankungen im Mund eine große Rolle – bei Karies, vor allem aber bei Entzündungen.

Zahnstein erschwert die Zahnpflege, weil er den „Zugang“ zu den Zahnzwischenräumen blockiert und somit die sorgfältige Reinigung mit Zahnbürste, Zahnseide und Interdentalbürsten verhindert. Dazu kommt, dass Zahnbeläge auf der rauen Oberfläche des Zahnsteins besonders leicht haften bleiben und die Poren im Zahnstein Bakterien einen idealen Lebensraum bieten.

Die ungünstigen Eigenschaften des Zahnsteins wirken sich vor allem am Zahnfleischrand aus, denn dort hat dieser direkten Kontakt mit dem Zahnfleisch. Zahnstein begünstigt daher insbesondere die Entstehung von Entzündungen (Zahnfleischentzündung und Parodontitis). Außerdem trägt Zahnstein bei schon bestehenden Entzündungen zum weiteren Fortschreiten bei.

Unsere Tipps zum Thema Zahnstein:

  • Achten Sie auf eine gründliche Zahnpflege mit Zahnbürste, Zahnseide und/oder Interdentalbürstchen. Wo keine bakteriellen Beläge (Biofilm) vorhanden sind, kann sich auch kein Zahnstein bilden.
  • Nehmen Sie Ihre routinemäßigen Kontrolltermine wahr und lassen Sie vorhandenen Zahnstein regelmäßig beseitigen. Bildet sich bei Ihnen besonders viel Zahnstein, nennen wir Ihnen gern für Sie empfehlenswerte Zeitabstände für die Entfernung.
  • Zusätzlich ist die regelmäßige professionelle Zahnreinigung sinnvoll, um sowohl bakterielle Beläge als auch Zahnstein selbst an schwer erreichbaren Stellen zu entfernen.

Was ist Zahnstein und wie entsteht er?

Zahnstein wird auch als mineralisierter oder verkalkter Zahnbelag bezeichnet. Er bildet sich, wenn bakterielle Beläge über längere Zeit haften bleiben und sich die im Speichel vorhandenen Mineralien Kalzium und Phosphat in den Belägen einlagern. Dort werden sie zu festen Kristallen „ausgefällt“.

Zahnstein entsteht vor allem an bestimmten Stellen im Mund: im Unterkiefer auf den Innenseiten der Schneidezähne sowie im Oberkiefer auf den Außenseiten der ersten beiden Backenzähne. In diesen Bereichen münden die Ausgänge der großen Speicheldrüsen, d.h. hier ist die Konzentration der genannten Mineralien am größten.

 

Zur nächsten April-News: Quetschies nicht zu oft nuckeln!